Der Mensch versteht es wie kein zweites Lebewesen, sich die Fläche der Erde zunutze zu machen. Das hat allerdings nicht nur Vorteile, da durch die damit verbundene Flächenversiegelung Ökosysteme zerstört oder zumindest stark aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Mittlerweile hat ein Umdenken stattgefunden, wodurch Konzepte wie die Rekultivierung auf dem Vormarsch sind. Worin die Vorteile der Rekultivierung liegen und welche Maßnahmen dafür zum Einsatz kommen, erklärt dieser Artikel.
Warum Rekultivierung so wichtig ist
Der Mensch nimmt und der Mensch gibt: Dieses Motto lässt sich auf das Prinzip der Rekultivierung übertragen. Einerseits benötigen wir Flächen, um unsere Infrastruktur auszubauen und die allgemeinen Lebensbedingungen zu verbessern. Dennoch hat sich längst herumgesprochen, dass wir nicht ewig so weitermachen können und nicht mehr benötigte Flächen wieder ihrem Ursprung zurückführen müssen.
Welche Flächen das sind, ist ganz unterschiedlich. In der Vergangenheit wurden die meisten Flächen für den Bau neuer Häuser oder für den Bergbau benötigt. Da vor allem der Bergbau nicht mehr die entscheidende Rolle in der Stromversorgung spielt, wurde mit der Rekultivierung der riesigen Gebiete begonnen. Hierbei greift der Mensch ein, indem er nach und nach Tiere und Pflanzen ansiedelt. Das führt dazu, dass Ökosysteme wiederhergestellt werden und die Natur sich ihre Bereiche zurückholt.
Wenn sich die Natur erholt
Rekultivierungen liegen allerdings nicht ausschließlich ökologische Motive zugrunde. Vielmehr geht es darum, alte und nicht mehr nutzbare Flächen zu recyceln, damit sie einem neuen Zweck dienen können. In der Vergangenheit wurden beispielsweise industriell genutzte Betriebe zu Erholungszentren umgebaut. Wo vorher die Bagger rollten und Kohle schürften, sind heute Badeseen zu finden, die erneut wirtschaftlich nutzbar sind.
Der Bergbau ist dabei natürlich nur eins von vielen Beispielen, die den Sinn der Maßnahmen unterstreichen. In der Forstwirtschaft fand der menschlich kontrollierte Anbau neuer Baumarten oder Pflanzen statt. Das ist auch als Reaktion auf die Folgen des Klimawandels zu sehen, der manche Holzarten bedroht und deshalb die Suche nach Alternativen notwendig macht. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es Spezialisten wie die HEN AG, die mit ihren Produkten zur Rekultivierung der Landschaften beitragen.
Pragmatismus trifft auf Arterhaltung
Mit dem Prinzip der Rekultivierung versucht der Mensch letztlich, den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie zu meistern. Würden wir darauf verzichten, würden wir immer mehr brachliegendes Land hinterlassen und uns mit der Zeit die Lebensgrundlage nehmen. Zu vergleichen sind die Maßnahmen deshalb mit dem menschlichen Schlaf, der uns ebenfalls die Gelegenheit zur Regeneration gibt. Damit wir den kommenden Aufgaben gewachsen sind, müssen wir schlafen und den eigenen Speicher wieder auffüllen.
Bei der Natur ist es zugegebenermaßen etwas anders. Hier muss der Mensch eingreifen, um den Schlaf der Natur bildlich gesprochen zu beschleunigen. Ohne die Eingriffe, die von spezialisierten Betrieben durchgeführt werden, ginge der gesamte Prozess einfach zu lange. Wir Menschen könnten uns dies aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Flächen aber nicht erlauben und helfen entsprechend nach.
Gleichzeitig schützen wir uns damit vor katastrophalen Folgen, die degradierte Flächen im Extremfall hinterlassen können. Exemplarisch dafür stehen erodierende Böden, die das Risiko auf Erdrutsche deutlich steigern. Maßnahmen im Sinne der Rekultivierung erfolgen daher keineswegs nur aus selbstlosen Motiven, sondern sind für Gesellschaften essenziell.
